Schwarzer Tee


Der sogenannte schwarze Tee hat seinen Namen aufgrund der dunklen Farbe, die die getrockneten Teeblätter im Laufe ihrer Zubereitung (Oxidation, s.u.) erhalten. In Ostasien wird er “Roter Tee” genannt, da der aufgegossene Tee eine rötliche bis rötlich-braune Färbung hat. Damit unterscheidet er sich optisch nur wenig von seinem nahen Verwandten, dem aus derselben Pflanze gewonnenen grünen Tee. Der dritte Prominente im Bunde heißt weißer Tee – hier zeichnet die Farbe des zarten Flaums, den die zum Zeitpunkt der Ernte noch sehr jungen Knospen aufweisen, für die Namensgebung verantwortlich. Weißer Tee hat besonders in den letzten Jahren an Bekanntheit gewonnen. Weitere verwandte Teesorten wie gelber Tee und Oolong sind in Deutschland weniger verbreitet.

Anbau und Herstellung

Schwarzer Tee

Schwarzer Tee

Schwarzer Tee wird in vielen Ländern angebaut. In Asien sind die Hauptanbaugebiete in China, Sri Lanka, Indien und in der Türkei zu finden, Anbau in Südamerika findet zum Beispiel in Ecuador und Brasilien statt. Um schwarzen Tee herzustellen, müssen die Pflanzenblätter der Teepflanze einem speziellen Verfahren unterzogen werden, das früher Fermentation genannt wurde. Heutzutage beginnt sich der korrekte Begriff “Oxidation” durchzusetzen. Die frisch geernteten Blätter werden noch in feuchtem Zustand gerollt. Bei diesem Vorgang brechen die Pflanzenzellwände auf und Enzyme vermischen sich mit anderen pflanzeneigenen Stoffen. Die Mischung reagiert dann durch die Verbindung mit Sauerstoff – durch diesen Vorgang, die Oxidation, färben sich die Blätter dunkel und der Schwarztee erhält seine typische Farbe ebenso wie sein spezielles Aroma.

Besonderheiten

Im Gegensatz zu den meisten anderen sogenannten Teesorten (s.u.) ist Koffein ein Bestandteil des schwarzen Tees. Er besitzt also eine anregende Wirkung, die nicht unterschätzt werden darf. Je nach Empfindlichkeit kann ein nachmittäglicher Teegenuss ebenso störende Auswirkungen auf den Nachtschlaf haben, wie Kaffee. Gleiches gilt für grünen und weißen Tee.
Viele populäre “Tee”sorten wie Pfefferminz-, Kräuter-, Kamille- und Früchtetee sind streng genommen schlicht Kräuteraufgüsse. Echter Tee wird stets aus der Teepflanze gewonnen und hat immer einen gewissen Koffeingehalt, der je nach Sorte aber stark variieren kann.

Sorten

Viele verschiedene Schwarzteesorten erfreuen sich nicht nur bei Teegenießern hoher Beliebtheit, sondern sind, im Gegensatz zu beispielsweise Grünteesorten, meist auch Menschen ein Begriff, die sie nicht oder kaum konsumieren. Earl Grey, Ceylon, Assam oder Darjeeling sind auch außerhalb von Teetrinkerkreisen bekannte Namen – besonders der in Großbritannien fast ausschließlich konsumierte Earl Grey hat eine Art Kultstatus erreicht.
Schwarztee kann je nach Sorte eine fruchtige, erdige oder sogar bittere Note haben. Eine gewisse Herbe ist dabei allen Schwarztees gemein. Sie kann durch Ziehzeit und Temperatur des Aufgusswassers beeinflusst werden.

 teekanne-teetasse-schwarzer-teeZubereitung

Schwarztee sollte mit nicht mehr kochendem Wasser aufgegossen werden. Die Ziehzeit hängt vom persönlichen Geschmack ab, je länger, desto herber. Häufig wird Schwarztee mit Zucker oder Honig gesüßt, in Ostfriesland bevorzugt mit Kluntje, einer Art Kandiszucker. Eine Verfeinerung mit Milch nehmen vor allem die Briten an ihrem geliebten Earl Grey vor.

 

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