Lapacho Tee


Ein neuer Star am Tee-Himmel

In den USA schon ein Modegetränk, ist der Lapacho Tee, auch unter „Inka-Tee“ vermarktet, in Europa nahezu unbekannt. Das wird sich ändern, bringt dieser Tee doch einiges an wertvollen Inhaltsstoffen mit sich. Es lohnt sich, zur Abwechslung von den schon gewohnten Teesorten mal einen Schluck zu riskieren.

Der Lapacho – Ein Betrüger im Namen

Trotz des irreführenden Namens ist der Lapacho Tee eigentlich kein Tee im Sinne des Wortes. Im Gegensatz zu den Sorten wie zum Beispiel schwarzer Tee, grüner Tee oder auch Rooibos wird dieser Tee nicht aus den Blättern und Knospen hergestellt. Der Lapacho, der in Zentral- und Südamerika wächst, ist zudem ein Baum. Der Tee wird aus der Innenrinde gewonnen. Den Namen haben die Spanier aus einer der damals dort kursierenden Indianersprachen übernommen.

Der Baum enthält viele Wirkstoffe, die gegen allerlei Zipperlein und auch gegen Krebs helfen sollen. Während die Wirksamkeit der Inhaltsstoffe bezüglich der Steigerung der Leistungsfähigkeit des Immunsystems belegt ist, sieht das beim Kampf gegen den Krebs anders aus. Die Dosis der ungefährlichen Menge wäre für eine wirksame Hilfe viel zu gering.

Aufgrund seiner Vielseitigkeit nennen ihn die Ureinwohner Südamerikas auch „Baum des Lebens“. Schon die alten Inka nutzten ihn gegen die allerlei auftretenden Beschwerden.

Wildwuchs und organisierter Anbau

Ursprünglich gingen die Sammler in den Regenwald und schälten die Rinde von den wild wachsenden Bäumen. Da sich die Pflanze schnell regeneriert, ist das eigentlich kein Problem. Mit der zunehmenden Bekanntheit änderte sich häufiger die nachhaltige Erntemethode. So gab es Hinweise, dass viele Bäume schonungslos gefällt wurden.
Unter dem Druck der wachsenden Nachfrage wurden in einigen Ländern des südlichen Amerikas Plantagen aufgebaut. So kann die Produktion mit der ansteigenden Beliebtheit Schritt halten. Als angenehmer Nebeneffekt kann der sinkende Preis gesehen werden.

Herstellung ganz klassisch

Die Herstellung läuft ähnlich wie bei den Teesträuchern ab. Nachdem die Rinde vom Baum geschält wurde, wird die äußere Rinde von der inneren getrennt. Im Unterschied zum schwarzen Tee, der in der Sonne getrocknet wird, wandert die Rinde in einen trockenen und dunklen Raum. Dort kann sie sich von den Strapazen erholen und gibt überschüssige Flüssigkeit ab.
Nachdem im Labor geprüft wurde, ob der Tee es wert ist, getrunken zu werden, wird die Rinde nach Kundenwunsch zerkleinert und in Jutesäcke verpackt. Dann werden sie mit einer Chargennummer versehen und machen sich auf den Weg zu den Genießern in aller Welt.

Unterschied zu echten Tees

Da der Lapacho Tee – wie bereits erwähnt – nicht zur Pflanzenfamilie der echten Tees gehört, enthält er auch keine Spur von Koffein. Ideal für Menschen, die mit diesem Stoff wenig anfangen können oder wollen. So kann er auch in größeren Mengen getrunken werden, ohne Gefahr zu laufen, eine übergroße Menge an dem Aufputschmittel zu konsumieren.

Der Geschmack erinnert leicht an Vanille und im Gegensatz zu Schwarz- oder Grüntee ist er schon von Natur aus leicht süßlich. Aromatisch gesehen ähnelt er am ehesten dem Rotbusch-Tee aus Südafrika.

Wie bei allen Sorten kann auch beim Wirkstoff des Lapacho gesagt werden: „Erst die Dosis macht das Gift zum Gift“. Eine extreme Überdosierung, ungefähr ab 1.500 mg und darüber hinaus, kann zu Übelkeit und Erbrechen sowie eine verminderte Gerinnungsfähigkeit führen. Das wird aber auf natürlichem Wege wohl kaum einer schaffen.

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