Grüner Tee: Namensherkunft, Anbau, Herstellung und Unterschiede zu anderen Teesorten


Grüner Tee

Loser Grüner Tee

Die Geschichte des Tees beginnt vor etwa 5000 Jahren in China. Der Aufguss aus Blättern und Blüten findet zunächst lediglich als Arzneimittel Verwendung, sukzessive verbreitet sich Tee jedoch auch als Genussmittel und avanciert zum Nationalgetränk. Ursprünglich ist Tee stets grün, auf der Suche nach neuen Geschmacksrichtungen fermentieren die Chinesen den grünen Tee und erhalten als Ergebnis schwarzen Tee. Grüner Tee behält jedoch seine Vorrangstellung auf der Beliebtheitsskala der Getränke Chinas. Im 9. Jahrhundert v. Chr. sorgen buddhistische Mönche für die Verbreitung des Tees in Japan und Indien. Gleichzeitig etabliert sich eine neue Zubereitungsart des Tees. Die zuvor zu Ziegeln oder anderen Formen gepressten Teeblätter werden nun gerieben, bis ein Pulver entsteht. Diese Substanz wird mit kochendem Wasser übergossen. Erst zur Zeit der Ming-Dynastie geht man dazu über, die Teeblätter mit heißem Wasser zu überbrühen und auf eine Pulverisierung zu verzichten. Durch arabische Händler wird Tee im 15. Jahrhundert auch im Vorderen Orient bekannt. Alte Handelsbücher belegen, dass das Produkt im Jahre 1610 erstmals in Holland Erwähnung findet. Ab dem 17. Jahrhundert verbreitet sich das anregende Getränk in ganz Europa.

Namensherkunft

Die allgemeine Bezeichnung Tee als Getränk aus Aufgüssen und Abkochungen bestimmter Teile der Teepflanze leitet sich aus dem chinesischen Schriftzeichen für die Buchstabenkombination „Te“ ab. Grüner Tee verdankt seinem Namen dem Faktum, dass die Teeblätter im Gegensatz zum schwarzen Tee nicht den Prozess der Fermentierung durchlaufen und deshalb grün bleiben.

Anbau

Teeanbau

Teeanbau

Der Anbau von Tee wird von Liebhabern mit dem Weinbau verglichen. Wie beim Wein wird der Charakter von Tee durch den Boden, das Klima und die Art der Herstellung geprägt sowie durch die Blattform und die Erntezeit bestimmt, die ihm seinen unverwechselbaren Geschmack verleihen. Besondere klimatische Bedingungen und die Art des Anbaus sind entscheidend für die Entstehung erlesener Tees. Die Blüten der Teepflanze machen naturgemäß nur einen geringen Anteil der Pflanze aus und sind qualitativ hochwertig. Aufgrund dessen liegen Tees mit hohem Blütenanteil oft in einem recht hochpreisigen Segment. Nur wenige Orte auf der Erde erfüllen optimale Bedingungen für den Anbau. Zu ihnen gehören China, Japan, Sri Lanka sowie Indien mit dem Anbaugebiet Darjeeling und den weltweit größten zusammenhängenden Teeanbaugebieten Assam und Kenia.

Herstellung von Grünem Tee

Alle heute handelsüblichen Tees stammen von der gleichen Ursprungspflanze ab. Durch Züchtung entstanden jedoch zahlreiche Hybriden, die an die jeweiligen klimatischen und regionalen Bedingungen angepasst sind. Die Unterschiede in Farbe und Geschmack des fertigen Tees ergeben sich im Wesentlichen durch die Verarbeitung der Blätter. Das Pflückgut wird nach der Ernte gewelkt, um es für die weitere Verarbeitung geschmeidig zu machen. Grüner Tee wird nicht fermentiert, mittels Dämpfen über siedendem Wasser bleibt die grüne Farbe erhalten. Nach dem Dämpfen werden die Blätter gerollt und dann bei etwa 70 °C getrocknet.

Unterschiede zu anderen Teesorten

Grüner Tee wird anhand verschiedener Kriterien vom schwarzen, gelben und weißen Tee unterschieden, deren Grundlagen im Anbau und in der Herstellung zu sehen sind. Die Inhaltsstoffe grünen Tees beeinflussen die diversen Wirkungen des Aufgusses, der wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften hohe Wertschätzung erfährt. Chinesische und japanische grüne Tees unterscheiden sich vor allem hinsichtlich ihrer Herstellungsweise und ihres Geschmacks. So zeigen die gerösteten Teesorten, die in China gängig sind, häufig ein leicht herbes, rauchiges oder blumiges Aroma, während die gedämpften Sorten, die in Japan bevorzugt werden, durch eine frische Note gekennzeichnet sind.

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